Ausflug nach Germendorf
06.10.2010 – Spinosaurus, Triceratops und Co. … warum eine Urzeithyäne angeknurrt wurde
Am heutigen Mittwoch verlegten wir das Training auf ein vollkommen anderes Terrain. Wir begaben uns dazu nach Germendorf in den Tier- und Freizeitpark, in dem seit Kurzem auch ein Dinosaurierpark zum Staunen einlädt.
Aber erst mal widmeten wir uns den Lebenden. Zunächst konnten Laika, Connor, Bruno und Phayos auf dem Hundestrand herumtollen und danach ging es vorbei an den Spielplätzen, auf denen sich Kinder tummelten, um dann zu den ersten Tieren zu gelangen – Zwergkaninchen und Co. waren dann jedoch recht uninteressant im Gegensatz zu den Ziegen, Emus, Zebras, Eseln, Mähnenspringern, Pampashasen, Pumas, Erdmännchen, Nasenbären, Lamas, Alpakas, Stachelschweinen und Stinktieren. Besonders begutachtet wurde das freilaufende Wild – hier und da sah man Bambi und Flecki herumhopsen und beim Anblick der Hunde waren die Rehe und Mufflons so interessiert, dass sie sogar auf die Hunde zuliefen. Allerdings waren diese davon ein wenig irritiert und dachten sich vermutlich, dass es doch nur natürlich wäre, wenn es eher anders herum liefe.
Nachdem also alle Tiere begutachtet wurden, ging es dann mit Hilfe einer Zeitschleuse in die Urzeit. Gleich zu Beginn wurden die Hunde nervös – eine urzeitliche Hyäne starrte sie angriffslustig an. Alle waren mehr als verunsichert. Zunächst musste das „Ding“ ja angebellt und angeknurrt werden, dann ein großer Bogen herumgelaufen werden … doch sie bewegte sich immer noch nicht, sondern starrte nur so vor sich hin, was auf die lebendigen Vierbeiner mehr als bedrohlich und verwunderlich gewirkt haben muss. Doch nach einer Weile wurde sie dann nach Hundemanier beschnuppert – erst mal am Hinterteil schnüffeln, dann an der Schnauze und an den Ohren. Und immer noch war das Ding verwunderlich – es roch nicht lebendig, bewegte sich nicht, gab keine Laute von sich … merkwürdig, verwunderlich, komisch. Doch es wurde noch gruseliger. Da stand plötzlich ein riesiges Mammut vor uns, das Laute von sich gab. Im Gebüsch stand ein Riesenfaultier und ein Säbelzahntiger machte sich gerade zum Sprung bereit. Ein Brachisosaurus war aus der Ferne zu erkennen und auch der T-Rex stand dort und brüllte. Die Hunde waren nun mehr als verwirrt – keines dieser merkwürdigen Tiere bewegte sich, aber nun gaben sie auch noch Laute von sich. Eine einsame Krähe war von all dem weniger beeindruckt als unsere Begleiter – sie saß auf dem Kopf des Brachiosaurus und sah sich gelassen in der Gegend um. Vorbei am Spinosaurus, Iguanodon und Triceratops ging es dann wieder zurück. Es dämmerte bereits, als die Hunde geschafft im Auto einschlummerten.
Marxdorfer Hundetreffen
Am 22. Mai 2010 fand in Marxdorf (Bad Liebenwerda) das 3. Marxdorfer Hundetreffen statt. Die Hauptdarsteller waren die Marxdorfer Wolfshunde, eine Wolfshundrasse, die sich gerade noch im Aufbau befindet. Um diese Hunde besser kennen zu lernen und in Aktion zu sehen, fuhren Constanze, Sarah und Regina mit ihrem Enzo nach Marxdorf. Bei wunderschönem Wetter, angenehmen Temperaturen und idyllischer Umgebung ließen sich die Hunde wunderbar studieren. Interessant war zu beobachten, wie viel verfeinerter die Köpersprache der MWH gegenüber anderen Hunderassen war. Außerdem beeindruckten die Hunde durch ihr ruhiges Beisammensein sowie ihr Aussehen und die damit verbundene Ausstrahlung. Konflikte wurden schnell mit höflichen, hündischen Gesten aus der Welt geschafft und der Kontakt mit anderen Hunden stellte keine größeren Probleme dar. Auch gegenüber fremden Menschen verhielten sie sich freundlich, aber zurückhaltend.
Constanze, Regina und Sarah nutzten die Gelegenheit, um die aktuellen Würfe anzusehen und sich am Anblick der kleinen Wollknäuel zu erfreuen.
Neben Speisen und Trank konnten auch Futter, Leckerlies, Spielzeug, Leinen, Halsbänder, Geschirre und MWH-Fanartikel gekauft werden.
Doch das Wichtigste war, die Hunde zu beobachten, denn diese waren nicht nur wunderschön, sondern konnten dem geschulten Auge auch allerhand Informationen dank ihrer ausgeprägten Körpersprache zukommen lassen. Es war eine ganz andere Erfahrung, die im Gegensatz zu anderen Hunderassen so ausdifferenzierte Sprache sehen zu können.
Insgesamt war es ein aufregender und lehrreicher Tag und es wird bereits das nächste Jahr herbei gesehnt, um dann zum 4. Marxdorfer Hundetreffen aufzubrechen – aber dann vielleicht ja schon mit einem Marxdorfer in den Reihen der Töplitzer Hundesportler
Stadttraining in Waltersdorf
27. März 2010 – Heute hieß es für Perro und Phönix: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Und so führte uns unser Weg nach Berlin-Waltersdorf. Unser erstes Ziel war dort natürlich – wie könnte es anders sein – der „Mega Zoo“. Dort trafen wir auf wundersame Wesen, die pfiffen und herumflogen – kurz gesagt, auf Vögel bzw. krächzende Papageien, die von den Hunden merkwürdig beäugt wurden. Aber natürlich war das nicht alles. Auch Zwergkaninchen, Mäuse, Chinchilla, Degus und diverse andere Nager wurden aufmerksam von den Hunden begutachtet. Und dann ging es per Fahrstuhl in die obere Etage zu den Echsen und Fischen. Aber die herumlungernden und sich wie Promis im Rampenlicht, äh, Lampenlicht rekelnden Schildkröten und Echsen waren für die Hunde doch eher … langweilig. Auch der Kaiman, der von zahllosen Schildkröten besetzt war, wurde von den flauschigen Vierbeinern nicht weiter beachtet, denn dieser bewegte sich auch nicht. Aufregend waren hingegen die vielen verschiedenen und neuen Gerüche und Geräusche, die Aquarien und andere vierbeinige Besucher des Zoofachhandels. Nachdem dieser wundersame und aufregende Laden besichtigt und für interessant befunden wurde, ging es zu Fernsehern, PCs und all dem elektronischen Zeug, mit dem die Hunde eher wenig, Frauchen und Herrchen aber sehr viel mehr anfangen können, als mit Hundefutter und Leckerlies. Und schon wurde man von einem Mitarbeiter angesprochen – nicht etwa, um sich einen Fernseher andrehen zu lassen, den man eigentlich gar nicht haben möchte, sondern wegen des vierbeinigen „Begleitschutzes“. Natürlich mussten die Hunde da sofort gestreichelt und liebkost werden. Nachdem auch diese Hürde genommen wurde, ging es zum Schuheinkauf – wie langweilig, denn Phönix schlief dabei fast ein, während sich die Menschen immer noch nicht entscheiden konnten. Er hätte vermutlich am liebsten alle Schuhe genommen, allein schon deshalb, weil dies schneller gegangen wäre. Nach schier endlos erscheinenden 50 Minuten war man(n) sich dann sicher, welche (Sport-)Schuhe gekauft werden sollten, sodass die Vierbeiner erlöst werden und man endlich wieder gehen konnte. Doch nicht etwa, wie die Hunde erwartet hätten, sofort ins Auto, nein. Nun doch noch einmal in den „Mega Zoo“, denn Phönix sollte noch ein neues Halsband bekommen. Der Herr hat nun leider einen sehr merkwürdigen Geschmack und entschied sich – man soll es nicht glauben – für … Rosa. Nun war immerhin ein Hund zufrieden, auch wenn Perro etwas pikiert und peinlich berührt dreinschaute, als Phönix das erste Mal stolz sein neues Halsband trug. Und nach diesem aufregenden Einkaufsbummel von mehreren Stunden fuhr das Auto – endlich – wieder nach Hause.
Auch wenn dieser Einkaufsbummel für Mensch und Hund nicht ganz so entspannend war, so war es mal wieder ein super Training, um die Hunde noch stadtsicherer zu machen – und es hat sich sogar für einen Vierbeiner (hinsichtlich des „Outfits“) gelohnt …


